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Zero Waste Lifestyle – ohne Verzicht zu weniger Müll

Zero-Waste: Warum Plastik und Müll vermeiden kein Trend ist

Wie wir langsam und ohne Verzicht zu immer weniger Müll kommen. Es ist eine Einstellung.

Den halben Apfel in Bienenwachstücher, nicht in Frischhaltefolie einwickeln, das Duschgel in der Plastikflasche durch ein Stück Seife ersetzen und Carsharing statt eigenem Auto. In vielen Bereichen denken wir mehr und mehr um, möchten ökologisch handeln, die wachsenden Müllberge aufhalten – die Erde entlasten. Das Ziel: sehr wenig bis keinen Müll produzieren. Aber ist das überhaupt möglich?

Der Begriff Zero-Waste hat es jedenfalls schon längst in die Weiten der sozialen Netzwerke geschafft, ist fest im Hashtag-Repertoire implementiert. Dabei wirkt er häufig noch wie ein Trend. Für uns bei KONTOR 1710 steht allerdings fest: Der Zero-Waste-Lifestyle ist kein Trend, sondern eine Einstellung. Was das für uns genau bedeutet und wie Sie diesen Ansatz im Alltag umsetzen können, finden Sie in diesem Artikel heraus. 

Zero-Waste-Lifestyle – das erfahren Sie in diesem Artikel darüber:

 

Zero-Waste = kein Müll? Was das für uns genau bedeutet

Streng genommen bedeutet Zero-Waste genau das: null Müll. Absolut keinen Müll produzieren – keine in Plastik verpackten Lebensmittel, kein Fast Fashion, kein Waschgel voller Mikroplastik. Zero-Waste heißt, den ökologischen Fußabdruck minimieren, indem wir die Müllansammlungen drastisch reduzieren – in jeder Lebenslage. Schon kleine Maßnahmen haben weitreichende Auswirkungen. Denn: Je weniger Müll jeder Einzelne von uns zu Hause verursacht, desto weniger leidet unser Planet. Weniger Müllberge, die wir nach Asien und Afrika verschiffen müssen, wo sie Natur und Mensch belasten, weniger Plastik in den Meeren und somit auch geringere Bedrohungen für die Meeresfauna. Ebenfalls wichtig – wir verbrauchen weniger Ressourcen bei Produktion, Transport und Entsorgung. Das heißt: Produzieren wir weniger Müll, kann die Erde bewohnbar bleiben. Doch ab wann sprechen wir eigentlich genau von Müll?

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 Ab wann ist Müll eigentlich Müll?

Ganz einfach gesagt: Etwas ist Müll, wenn es unbrauchbar ist. Wenn es nicht mehr benutzt, repariert oder recycelt werden kann. Doch nicht nur die unbrauchbaren Gegenstände und Verpackungsreste verschmutzen die Umwelt, sondern auch Emissionen, Abgase, Schadstoffe und Abwässer. Strenggenommen sind diese Umweltverschmutzungen laut Definition zwar kein Müll – für uns ist jedoch alles Müll, was die Erde belastet. Vielleicht beschreibt das Wort „Abfall“ es hier sogar besser: Es sind Stoffe, die während der Produktion, Lieferung oder Nutzung von Waren im Prozess „abfallen“.

 

„Zero-Waste heißt: Müll gar nicht erst entstehen zu lassen.“

Christian Claus, Inhaber von Kontor 1710

 

Zero-Waste muss den gesamten Wertschöpfungskreislauf umfassen, von allen Beteiligten mitgedacht werden

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Damit ein Konsumgut nicht so schnell zu Müll, also unbrauchbar wird, muss der Zero-Waste-Gedanke im Wertschöpfungskreislauf fest implementiert sein. Auf allen Ebenen braucht es Menschen, die das Produkt von Anfang bis (hoffentlich spätem) Ende ökologisch denken. Im besten Fall hat das Produkt eine lange Lebensdauer, lässt sich recyceln oder umfunktionieren. Daher kommt übrigens auch das Wort „Recycling“: Es wieder („re-“) in den Kreislauf („cycle“) bringen.

Der Wertschöfungskreislauf – im Zero-Waste-Lifestyle

Der Kreislauf beginnt beim Designer: Dieser kreiert einen Entwurf für das Produkt im Sinne des Eco Designs. Er macht sich schon ab dem ersten Entwurf Gedanken zu Material, Rohstoffgewinnung und Produktion:  

  • Welches Material ist ökologisch, also biologisch abbaubar, auch unbehandelt stabil und schön?
  • Können die Rohstoffe für das Produkt regional gewonnen werden?
  • Wie produzieren wir das Produkt, ohne die Umwelt durch viele Abgase und Abwässer zu beschmutzen?
  • Ist das Produkt am Ende trotz ökologischer Produktion langlebig oder so konzipiert, dass es als etwas Neues in den Wertschöpfungskreislauf kann?

 

Das sind wichtige Schritte im Wertschöpfungskreislauf, wenn wir in Zero-Waste-Mentalität denken wollen. Die Verpackung vom Produkt müssen Designer und Produktentwickler ebenfalls mitdenken.

Die Verpackung erfüllt wichtige Funktionen: Sie schützt das Produkt bei Transport und Logistik und ist mit wichtigen Informationen über den Artikel bestückt.“

 Christian Claus, Inhaber von Kontor 1710

 

Anscheinend ein unerlässlicher Schritt im Wertschöpfungskreislauf, der aber auch das größte Müllpotenzial birgt. Denn sobald das Produkt beim Kunden angelangt, wandert die Plastikverpackung in den gelben Sack – und von dort aus auf riesige Mülldeponien, Verbrennungsanlagen oder in die Gewässer. Die Verpackung im Wertschöpfungskreislauf zu überdenken, ist also ein wesentlicher Schritt. Mittlerweile gibt es aber verschiedene Wege, ein Produkt ökologisch(er) zu verpacken.

Wann ist ein Produkt ökologisch verpackt? Worauf kann ich selbst achten?

 

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  • Unverpackt-Läden: Die ökologisch wertvollste Verpackung ist wohl diese: keine. Unverpackt-Läden sind eine nachhaltige Möglichkeit, alltägliche Waren wie Haferflocken, Nudeln und sogar Klopapier ohne Verpackung zu kaufen. Einziger Haken: Die Ware muss bei der Anlieferung zum Laden geschützt werden. Deswegen kommen auch hier Verpackungen zum Einsatz – nur eben nicht sichtbar für den Konsumenten. Trotzdem sind Unverpackt-Läden ein Schritt in Richtung Zero-Waste-Lifestyle. Zum einen sind es weniger Verpackungen, da die Lebensmittel in großen Mengen, nicht vielen kleinen geliefert werden. Und sie helfen uns, die Selbstverständlichkeit von Verpackungen zu hinterfragen.

  • Bring your own Verpackung: Noch schnell einen Kaffee beim Bäcker holen? Easy! Bring einfach deinen eigenen (Thermo-)Becher mit, so einen wie von Rosendahl zum Beispiel. Beim Fleischer die Wurst und das Steak in die Lunchbox packen lassen? Auf jeden Fall! Häufig können Sie sich Ihre Lebensmittel schon in eigenen Brotbeuteln oder Edelstahlbüchsen verstauen lassen. Haben Sie am besten immer ein Behältnis dabei, dann sind Sie stets vorbereitet. Während der Corona-Pandemie ist das leider nicht möglich und lässt sich auch nicht mit Desinfizieren lösen, da Einzelhändler, Cafés und Supermärkte mitgebrachte Verpackungen ablehnen. Die Zukunft bringt aber auch wieder einen anderen Alltag in unser Leben und unsere Zero Waste Möglichkeiten werden wieder zunehmen.

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  • Biologisch abbaubar, logisch: Wenn sich die Verpackung von Ihrem Schokoriegel einfach selbst zersetzt und nicht im Müllwahnsinn landet, wie super wäre das denn? Tatsächlich gibt es das schon – ökologische Verpackungen, die biologisch abbaubar sind. Nachhaltig und energieeffizient bestehen sie häufig aus Agrar-, Rest-, und Abfallstoffen. Werfen Sie beim nächsten Biomarkt-Bummel mal einen aufmerksamen Blick in das Schoki-Regal.

  • Alternative Rohstoffe: Erdöl ist in Plastiktüten, Medikamenten, Elektronik und sogar Kosmetika enthalten – ein fossiler Energieträger, der dafür sorgt, dass sich Gegenstände, in denen es enthalten ist, niemals vollkommen zersetzen. Stattdessen gelangt das Mikroplastik in die Umwelt und lagert sich schließlich über die Luft, Kosmetik und das Essen in unserem Körper ab. Jeder von uns isst pro Woche Mikroplastik vom Gewicht einer Kreditkarte. Es ist höchste Zeit für Rohstoffe, die uns und der Natur nicht schaden. Ökologische Alternativen zu Plastik sind beispielsweise Maisstärke und Zuckerrüben.

„Viele wundern sich, warum wir unsere nachhaltigen Produkte in Folie verpacken. Aber so schützen wir unsere Ware beim Transport. Der Clou: Die Folie ist nachhaltig. Sie besteht aus Kartoffelstärke und ist biologisch abbaubar.“

Christian Claus, Inhaber von Kontor 1710

 

Wie Sie sich der Thematik Zero-Waste nähern können – und sie in Ihren Alltag integrieren 

Es ist ein Ansatz, den eigenen Konsum, das Kaufverhalten mal so richtig unter die Lupe zu nehmen. Brauche ich das wirklich? Gibt es das nicht auch in einer ökologischen Variante? Denn wenn wir ehrlich zu uns sind, brauchen wir viele dieser Konsumgüter, wie die zehnte Handtasche oder das jährlich wechselnde Smartphone, nicht in unserem Leben. Sie sind eine netter Zusatz, aber nicht unbedingt notwendig. Der Zero-Waste-Lifestyle ist ein guter Weg, die eigene ökologische Bilanz zu überprüfen. Es gibt verschiedene Wege, sich der Thematik zu nähern, den Green Lifestyle zu leben und somit weniger Müll zu produzieren:

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  • Do it yourself: Nicht nur Schmuck und Klamotten lassen sich mit etwas Übung selbst zaubern – auch nützliche Haushaltsprodukte wie Seife, Waschmittel und Deo können Sie ganz einfach selbst herstellen. Somit können Sie Verpackungen vermeiden und haben einen Überblick über die Inhaltsstoffe – wenn Sie wollen, ist es auch bio.

  • Wohin genau? Richtige Entsorgung: Recycling ist super – damit wir aber die unzähligen Verpackungen recyceln können, müssen wir zu Hause darauf achten, dass wir richtig entsorgen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, wie man denkt. Wussten Sie beispielsweise, dass man bei einem Joghurtbecher den Deckel entfernen sollte? Somit können die Sortierungsanlagen die verschiedenen Stoffe (Plastik und Aluminium) erkennen und getrennt verarbeiten.

  • Alternative Produkte benutzen: Statt einer kurzlebigen Billig-Tasche besser auf einen qualitativen Einkaufskorb mit Recyclinganteilen zurückgreifen – wir lieben zum Beipiel unsere Shopper von Handed By.

  • Mieten oder leihen: Ausleihen und mieten sind gute Alternativen zum Besitz.  Das schont zum einen Ihren Geldbeutel, andererseits aber auch die Umwelt. Denn langfristig sinken dadurch die Produktion und somit auch die Entsorgung. Sie können mit Ihrem Nachbarn mal über Rasenmäher-Sharing sprechen. Oder Sie teilen sich einen Häcksler oder den Rasenkantenschneider.

  • Nicht gleich wegschmeißen: Viele Produkte lassen sich häufig noch reparieren. Hören und lesen Sie sich doch mal in Ihrer Umgebung um: Häufig gibt es Repair-Cafés oder Ähnliches. Dort können Sie kaputte Dinge mit fremder Hilfe reparieren (lassen).

  • Gebraucht kaufen: GebrauchteBücher, Spielwaren, Klamotten und Technik – Flohmärkte, Apps und Second-Hand-Läden verbergen so manches Juwel in ihren Angebotspaletten.. 

 

„Es geht darum, den eigenen Konsum zu überdenken – bewusst ökologisch einkaufen, bewusst konsumieren.“

Christian Claus, Inhaber von Kontor 1710

 

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Warum Zero-Waste nicht unbedingt Verzicht bedeutet

 Der Zero-Waste-Lifestyle ist ganzheitlich – in allen Bereichen können Sie ökologische Varianten finden, Produkte wiederverwenden oder erst gar nicht besitzen. Es ist eine Einstellung, ein Wille, unseren Planeten bewohnbar zu erhalten.Kaufen Sie weniger ein, dafür bewusster. Zero-Waste heißt nicht, auf etwas verzichten zu müssen. Es bedeutet: das Kaufverhalten überdenken, Alternativen finden und ökologisch handeln. Denn Zero-Waste, ein Leben, in dem man absolut keinen Müll produziert, ist quasi unmöglich. Aber darum geht es uns auch nicht. Es geht um nachhaltige Kaufentscheidungen, eine ökologische Lebensweise – denn wenn jeder ein bisschen was ändert, ist der Erde schon ein ganzes Stück geholfen.

Noch mehr nachhaltige und recycelte Produkte finden Sie in unserem Kontor 1710. Viel Spaß beim Stöbern!

 

 

Christian-Claus