Zeit für frische Smoothies!

Man kann sie inzwischen überall kaufen: im Supermarkt in der Frischetheke, in der Fußgängerzone an kleinen Ständen oder in Restaurants und in Bars – Smoothies. Die einen sind aus frischen Zutaten zubereitet und, wie andere Kühlware auch, im schnellen Umlauf. Die anderen werden ganz frisch erst bei der Bestellung zubereitet.

Die Frische der Zutaten spielt eine große Rolle für den Geschmack und den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Je länger gekühlt, gelagert und transportiert wird, umso mehr geht verloren. Darum ist der frischeste Smoothy der, der aus Zutaten vom Wochenmarkt oder direkt aus dem Garten zubereitet wird! Und selbst, wenn Sie keinen eigenen Garten haben, in dem Obst oder andere essbare Pflanzen wachsen, lässt sich am Wegesrand so manches finden, woraus sich ein schmackhafter Smoothy zubereiten lässt. Achten Sie darauf, nicht dort zu pflücken oder zu sammeln, wo mit einer Belastung durch Pestizide oder Autoabgase zu rechnen ist.

Die erste Zutat, die einem für Smoothies einfällt, sind natürlich frische Früchte. Im Sommer bieten sich viele einheimische Obstsorten zur Verarbeitung an, wie z.B. Äpfel, Himbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, Erdbeeren und was die Bäume, Sträucher und Beete sonst noch hergeben. Waschen und putzen Sie die Früchte sorgfältig und geben sie dann in eine Küchenmaschine. Große oder festere Früchte wie z. B. Äpfel sollten vorher klein geschnitten werden. Als flüssige Grundlage verwenden Sie entweder Wasser oder Pflanzenmilch (Hafer, Reis, Dinkel etc.). Kombinieren Sie die Früchte ganz nach Ihrem Geschmack und dem Angebot. Wenn Sie es etwas süßer mögen, geben Sie statt Zucker lieber Agavendicksaft dazu, da Zucker die Nährstoff- und Energie-Bilanz wieder reduzieren würde.

Aber seien Sie ruhig etwas mutiger und kombinieren Sie die o.g. Früchte nicht nur miteinander, sondern auch mit frisch gepflücktem Giersch, Brennnesseln, Schnittlauch, Minze, Melisse, Basilikum und anderen Kräutern, die im Garten zu finden sind. Sie sind schmackhafter als man gemeinhin glaubt und leider in den letzten Jahrzehnten als Nahrungsmittel in Vergessenheit geraten.

Ganz hervorragend schmeckt auch ein frisch zubereiteter Brennnesselsaft. Glauben Sie nicht? Sie sollten es probieren! Brennnesselsaft schmeckt fruchtig mit einer leicht süßen Note und – nein – er brennt nicht ;-) Dafür ist er aber eine wahre Energiebombe für den Stoffwechseln und sehr gut bekömmlich. Wer etwas scheu vor dem reinen Geschmack der Brennnessel hat, kann einen Schuss Apfel- oder Orangensaft zufügen oder eine halbe Banane mit in den Mixer geben.

Natürlich können Sie auch aus vielen Gemüsesorten leckere Smoothies bereiten, und gerade in der heißen Jahreszeit kann man damit schon fast eine Mittagsmahlzeit ersetzen. Mit einem reichhaltigen Salz gewürzt, sorgen sie auch dafür, dass dem Körper Mineralien wieder zugeführt werden, die er durch das Schwitzen verliert, und ist daher, genau wie sein Bruder aus Obst, eine gesunde Bereicherung im Sommer.

Und wenn ich Sie jetzt auf den Geschmack gebracht habe, liebe Leser, dann bleiben Sie dran. Denn in den nächsten Magazinbeiträgen werde ich Ihnen ein paar bewährte und leckere Smoothy-Rezepte vorstellen!

Autor Dagmar Bruns