Wissen Sie, was genau Safran ist?

Safran – eines der wertvollsten Gewürze der Welt

Safran ist eines der teuersten Gewürze der Welt, und das seit Menschengedenken. Dies liegt an seiner Anbauweise, die kaum kommerzialisierbar ist. Hier ein kleiner Einblick:

Echter Safran ist eine bestimmte Art Krokus, der Crocus Sativus, der zwar mehrjährig blüht aber sich nicht selbst vermehren kann. Er hat einen dreifachen Chromosomensatz, was ihn zu einer sog. Hybridpflanze macht. Vermehren kann man ihn nur, wenn man seine unterirdische Knolle teilt und neu einpflanzt. Er wird besonders in Südwestasien angebaut, d.h. in Persien und Kaschmir, aber auch Marokko und Spanien haben nennenswerte Vorkommen. Der Crocus Sativus braucht dazu, anders als seine europäischen Verwandten, viel Wärme und einen relativ lockeren Boden, damit er optimal wächst. Die Blüte findet im September und Oktober statt. Die Ernte ist äußerst mühevoll- denn der einzig verwertbare Teil der Pflanze sind lediglich die 3 weiblichen Stempelfäden, die nur von Hand gepflückt werden können. Dieses lässt einen guten Eindruck aufkommen, warum Safran so selten und teuer ist.

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Dabei ist er so gesund!

 Am interessantesten ist, dass Safran nicht nur besondere Werte in der Küche hat, sondern auch von hohem gesundheitlichen Nutzen und Interesse ist. So ist er in seiner Heimat Asien seit Jahrhunderten bekannt für seine appetitsteigernde und beruhigende Wirkung, die man am besten durch Safran-Tee erzielen kann. Er wird dort als schonendes Mittel für den Magen angewendet, hilft bei epileptischen Anfällen, bei Bluthochdruck und bei Beschwerden mit der Leber. Außerdem hilft er bei Frauenleiden und besonders bei depressiven Schüben. Safran und seine Extrakte verringern somit Beschwerden des zentralen Nervensystems, wirken beruhigend, schmerzlindernd und fördern ein besseres Einschlafen.

Nachgewiesen ist seine stark antioxidative Fähigkeit, die zu besserer Gehirnaktivität und erhöhten Lernerfolgen führt. So ist es nicht erstaunlich, dass Extrakte in der Pharmakologie bereits gegen Herzleiden, Alzheimer und Parkinson angewendet werden. Besonders hervorzuheben ist auch der medizinisch nachgewiesene und angewandte Effekt gegen manche Krebsarten. Die Forschung ist in Bezug auf Safran sehr aktiv.

 Wie können wir Safran am besten anwenden? 

Hervorzuheben ist, dass Safran im Gegensatz zu anderen Gewürzen nicht fett- sondern wasserlöslich ist. Deshalb sollte man ihn zum Kochen, Würzen und Färben vorher immer in etwas Wasser, Milch oder Brühe kurz aufkochen und dann 20 Minuten ziehen lassen. Dieser Sud kann dann für alle Gerichte verwendet werden- oder pur mit etwas Honig und Zimt getrunken werden.

Von Safran verwendet man nur einige wenige Fäden- zur Aromaverstärkung des Gerichtes reichen oft schon 2 Stück! Wichtig ist, dass Safran nicht bei voller Hitze von Anfang an in den Gerichten mit kocht- denn durch lange Kochzeiten zerfallen seine aromatischen Eigenschaften und er wird bitter. Seine kräftig gelbe Farbe bleibt allerdings bestehen. Das beste Aroma gibt er, wenn er kurz vor Ende der Garzeiten in Flüssigkeit gelöst dem Gericht zugegeben wird.

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Seine Farbe ist natürlich und „echt“!

 Geben Sie bei der Verwendung von Safran etwas acht- seine färbenden Eigenschaften wurden früher zur Tintenherstellung und zum Einfärben von Kleidung verwendet! Er kann also auch Ihre Arbeitsgeräte und Finger einfärben- und aus Textilien ist es fast unmöglich, echte Safranfarbe wieder herauszuwaschen! Benutzen Sie daher immer versiegelte Materialien oder gut gefettete Holzoberflächen. Arbeiten Sie außerdem mit trockenen Händen, damit der Farbstoff nicht durch Feuchtigkeit aus den Fäden herausgelöst wird.

Passende Rezepte mit Safran gibt es im nächsten Journal!

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