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Die richtige Masche beim Waschen

So waschen Sie Strickwaren richtig

 

Gestrickte Textilien brauchen beim Waschen eine schonende Pflege, damit sie nicht Fäden ziehen oder reißen. Unsere Autorin hat die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt. Ins Ohr geflüstert bekam sie diese einst von ihrer Oma.

Es gibt Kindheitserinnerungen, die scheinen fast vergessen. Doch plötzlich sind sie wieder da. Weil wir etwas riechen, fühlen oder sehen, das uns wieder an etwas erinnert. Bei mir kam es ganz unerwartet, als ich die gestrickten Handtücher und Geschirrtücher entdeckte, die plötzlich aus Dänemark und Schweden wieder zu uns nach Deutschland kamen. Vor allem das Label Humdakin hatte sich darauf spezialisiert und damit eine richtige kleine Kultwelle ausgelöst.

Humdakin1_knittedWie aus der Zeit gefallen tauchten diese Tücher irgendwann im Angebot der vielen Baumwollstoffe auf, die immer glatter, kompakter und cleaner in unsere Küchen kamen und setzten einen tollen Kontrapunkt gegen die einfachen geometrischen Muster oder kitschigen Motive, mit denen die neuen Tücher oft auch langweilten. Und kaum hatte ich die guten alten Stricktücher in der Hand, sah ich meine Oma auch schon wieder über den anderen „neumodischen Kram“ den Kopf schütteln, den sie durch die Luft wedelte, während ich bei ihr Schokoladenkuchen naschte und über ihr Temperament staunte, das sie bei einfachen Küchentüchern entwickeln konnte. „Ein gestricktes Tuch, Kind, das hält ewig“, sagte sie gerne, „aber das hier“ – sie schimpfte und wedelte mit einem Baumwolltuch vor meiner Nase, auf dem z.B. kleine Kätzchen und Wollknäuel aufgedruckt waren – „schau Dir das hier mal an. Das Tuch war nur einmal in der Wäsche, und schon ist ein Loch im Stoff.“

Damit das Gleiche nicht ihren heißgeliebten gestrickten Tüchern passierte - und später meinen Tüchern - verriet sie mir ein paar einfache Tricks, die ich bis heute nicht vergessen habe und bei meinen Stricktüchern von Humdakin genauso beherzige wie bei meinen Strickpullovern oder Decken

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  1. Gestricktes sollte man regelmäßig in lauwarmem Wasser waschen. Das verhindert das Festsetzen von hartnäckigen Schmutzflecken.

  2. Ob von Hand oder in der Maschine: Flüssiges Waschmittel verwenden, da es sich gut auflöst. Das Waschmittel niemals direkt auf die Wäsche geben. Ideal ist das Waschen in der Waschmaschine. Denn so kann man das Waschmittel einfach in den Hauptwaschgang geben, und es wird in einem idealen Verhältnis ganz automatisch mit dem Wasser vermischt.

  3. Beim Waschen in der Waschmaschine: waschen bei bis zu 60 Grad und eine kurze Waschzeit (Kurzprogramm) sind ideal. Schleudern bei kleiner Umdrehung ist möglich, wenn die Stricksachen schneller trocknen sollen.

  4. Niemals die Stricksachen in der Waschmaschine mit Wäsche zusammen in die Trommel stecken, die Reißverschlüsse, Metallknöpfe oder Hakenverschlüsse hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Vertreter davon am Tuch festklammert und es aufzwirbelt, ist ziemlich groß.

  5. Am besten in der Waschmaschine für Stricksachen ein Wäschesäckchen verwenden. Dadurch bleiben die Stricksachen gut geschützt vor ungewollten Zusammenstößen.

  6. Gestricktes nicht in den Wäschetrockner geben, sondern etwas in Form ziehen und an der Luft trocknen lassen. So bleibt das Garn lange geschmeidig und weich. Den Wäscheständer nicht ins Sonnenlicht stellen. Der  Trockenvorgang erfolgt in der Sonne zwar schneller, bleicht die Farben von Wollgarnen aber auch schneller aus.

  7. Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und hat sich ein Stück Baumwollgarn vom Stricktuch vorwitzig gelöst, lässt es sich einfach wieder verknoten. Das Endstück vom Garn zum Schluss abschneiden, damit der Knoten nicht wieder aufgeht.