BIO-Baumwolle für Handtücher und Wellness

Baumwolle wächst nicht am Baum, das wissen wir, aber was genau ist denn Baumwolle, woher kommt sie, wie wird sie verarbeitet?

Die Baumwolle wächst als Strauch auf Feldern und gehört zu den Malvengewächsen, zu denen beispielsweise auch der Hibiskus gehört. Es gibt diverse Baumwollarten, doch nur vier davon eigenen sich zur Verarbeitung als Stoff. 

Nach der gelben Blüte entwickelt die Baumwollpflanze nach etwa 50 Tagen die Baumwollfrüchte. Diese kapselartigen Früchte springen bei der Reife auf, und es quillt ein Bausch an Baumwollfäden heraus, der geerntet werden kann. Baumwolle wird sowohl von Hand als auch von Maschinen geerntet. Doch den Maschinen gelingt es nicht, so sorgsam und pfleglich mit den Baumwollfasern umzugehen, wie die menschlichen Hände es können, so dass handgepflückte Baumwolle von höherer Qualität ist. Weitere Qualitätsmerkmale des Rohstoffs Baumwolle sind die Länge und die Farbe der Baumwolle. Je länger und je heller die Baumwollfasern, desto wertvoller ist sie.

Baumwolle fordert beim Anbau die besondere Kombination von feuchtem Boden und trockenem Wetter, so dass sie nur in speziellen Gegenden wie z.B. in Indien, Pakistan und dem Süden der USA angebaut werden kann. Die Wachstumsperiode dauert etwa sechs Monate. Da die Früchte jedoch, ähnlich wie Erdbeeren, unregelmäßig reifen, sind mehrmalige Erntedurchgänge notwendig, so dass von der Saat bis zum Ende der Ernte bis zu 9 Monate vergehen können. 

Die Baumwollpflanze ist besonders empfänglich für Schädlinge und Krankheitserreger. Keine andere Nutzpflanze wird daher so stark mit Pestiziden, Düngemitteln, Wuchsstoffen und Entlaubungsmitteln behandelt wie die Baumwolle. So landen etwa zehn Prozent der jährlich weltweit versprühten 2,5 Mio. Tonnen Pestizide auf den Baumwollfeldern. Das belastet nicht nur die Umwelt in den Anbauländern und reichert sich auch zum Teil in der weiter verarbeiteten Faser an, sondern es ist auch gefährlich für Bauern, Erntehelfern und die Personen, die bei der Weiterverarbeitung täglichen Kontakt mit den Baumwollfasern haben. Als Käufer sollte man daher auch bei Baumwollprodukten auf zertifizierte Bio-Qualität Wert legen und diesen beim Kauf den Vorzug geben.

Nach der Ernte muss die Baumwolle zum Nachreifen und zum Trocknen gelagert werden. Danach werden die Samenkörner, Blätter und Pflanzenreste entfernt. Schließlich wird noch die auf den Fasern befindliche Wachsschicht entfernt, damit die Baumwolle später, z.B. bei ihrem Einsatz als Handtuch oder Bademantel, möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Die so vorbereiteten Fasern treten dann zu Ballen gebündelt ihren Weg zu den Spinnereien an. Dort werden sie zunächst kardiert, das heißt, die Fasern werden gekämmt und damit für das Spinnen vorbereitet. Beim Spinnen entsteht das Baumwollgarn, dass dann wiederum in Webereien zum Teil eingefärbt und dann zu Stoffen gewebt wird, woraus Handtücher, Bademäntel usw. entstehen.

Sie sehen, liebe Leser, es sind viele Schritte und ein großes Maß an Sorgfalt notwendig, damit Sie schließlich nach dem erholsamen Wellness-Bad ein hochwertiges Handtuch um Ihren Körper wickeln können.


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